Hartz Y? Der todsichere Arbeitgeber Bundeswehr
Bevorstehende Termine
Abendveranstaltung am Dienstag, 10. November 2009
Ort: Jugendclub "Skandal"
Gryphiusstr. 29
10245 Berlin
Themen:
- Rekrutierungsabsichten: Welchen Personalbedarf hat die Bundeswehr, und wer geht tatsächlich hin?
- Rekrutierungsformen: Von der Hüpfburg zum Flugsimulator. Rekrutierungskommandos an Schulen, in Messen und auf öffentlichen Plätzen
- Todsichere Arbeitsplätze. Was heißt es, in der Bundeswehr zu dienen
- Bundeswehr wegtreten“: Proteste gegen Reklameeinsätze der Bundeswehr
Jedes Jahr braucht die Bundeswehr rund 20.000 neue „Freiwillige“: Soldaten auf Zeit für zwei bis zwölf Jahre. Das Militär verspricht Ausbildung und festen Arbeitsvertrag.
Aber: Wer sich bewirbt, landet mit großer Wahrscheinlichkeit in Afghanistan oder anderen Kriegsgebieten. Deswegen gehen meist nur die hin, die sonst keinen Job finden: Arbeitslose Jugendliche, die meisten aus dem Osten. Die Bundeswehr nimmt sie, aber sie werden verachtet, Schikanen sind an der Tagesordnung.
Weil auch im Osten die Jahrgangsstärken zurückgehen, baut die Bundeswehr ihre Rekrutierungspraxis aus. In JobCentern und Berufsinformationszentren versuchen Werber des Militärs, Nachwuchs zu rekrutieren. Rollende Reklamekommandos touren durchs Land und bieten von der Hüpfburg bis zum Modell-Eurofighter die ganze Palette des „Jugendmarketings“ auf. Über 600 derartige Reklameveranstaltungen in der Öffentlichkeit finden 2009 statt.
Wir beleuchten die Rekrutierungspraxis des Militärs, den Alltag beim Bund und die Möglichkeiten, den Werbern kritische Fragen zu stellen.
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