Es geschah am 30. Juni 2009: In einem Bundestagsgebäude eröffnete der damalige Kriegsminister Franz Josef Jung eine Ausstellung, die 15 Jahre bundesdeutsche Kriegserfahrung feiert. Und dann: Auf einmal regnete es Badelatschen von der Balustrade. Der Minister, seine Entourage, die Militärkappelle – in einem Meer von pinken, teils aus Plastik, teils aus Stoff bestehenden Latschen versunken. Dazu noch etliche Flugblätter. Schuld an dieser misslungenen Militärfeier war ein Grüppchen AntimilitaristInnen. Am Mittwoch beginnen Prozesse gegen sie – initiiert vom gleichen Rechtsstaat, der das Massaker von Kunduz abgesegnet hat. Die Presseerklärung der “Freundinnen und Freunde von Schuhwürfen auf Kriegstreiber” findet sich hier. In einem Interview erklärt eine der Aktivistinnen, was es mit Schuhen als Symbol auf sich hat und warum ein Verstoß gegen die Ordnung im Parlament dringend notwendig war und bleibt. Unbedingt die Bilder ansehen!
Rechtsstaat für alle, live: Mittwoch, 8. 9., 13 Uhr, AG Berlin-Tiergarten, Kirchstraße 6, Raum 3093.
« Nachklapp zum Gelöbnis: Soldaten als Märtyrer – (Nicht) Zum Heulen »
Noch keine Kommentare
Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.
20. Juli Afghanistan Aktionskunst antimilitarismus Bundeswehr Denunziation Ehrenmal Ent-Heroisierung Festnahme GelöbNIX Internationalismus interview Krieg Kriminalisierung Kurdistan münkler plakat plakate plakatwettbewerb Polizeieinsätze Protest Razzia Repression Schampussaufen Solidarität Tag Y Veranstaltung
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
© admin – Powered by WordPress